die Vorleserey

Beschreibung
Vorlesen: Aus alten, aber durchaus spannenden Büchern und vielleicht irgendwann auch einmal aus aktuellen Werken.

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vorleserey: ich habe fertig

Artikel

Jules Verne hat mich sicher geprägt. Bei weitem nicht so wie Lem oder Asimov, aber das liegt schlicht daran, dass Verne mich in meiner eher frühen Jugend begeisterte, Lem und Asimov mich dagegen später, vielleicht so um 18 herum beschäftigten.

Mein Vater hatte immer von Verne geschwärmt. Er ist Jahrgang 1934 und so war Verne für ihn nicht wie für mich eine Literatur aus dem vorvergangen Jahrhundert, mit seltsamer Sprache und seltsamen Ansichten über den Aufbau und Funktion der Naturgesetze.

So kommt für mich noch der günstige Aspekt hinzu, fasziniert darüber zu sein, wie Verne die Welt betrachtete, die heute so ganz entzaubert zu sein scheint.

Vor ein paar Wochen hatte ich den eher alten Entschluss, endlich mal ein Buch einzulesen in die Tat umzusetzen begonnen. Die Wahl fiel nicht schwer und schnell war die Reise nach dem Mittelpunkt der Erde als lohnendes Buch zum Vertonen gefunden, hatte ich das doch erst ein paar Monate vorher in der Urfassung gelesen.

Jeweils fünf Kapitel wollte ich in jeder der neun Folgen im nun Vorleserey genannten Podcast (passt der Begriff hier?) veröffentlichen. Zum Ziel hatte ich mir Weihnachten gesetzt, damit ich die insgesamt 45 Kapitel meinem Vater als Weihnachtsgeschenk unter den Baum legen kann.

Das hat nun auch wirklich geklappt, alle neun Folgen sind veröffentlicht und dank Auphonic auch gut zu hören :-)

Natürlich solltet auch Ihr Euer Vergnügen daran haben, wenn Euch das denn interessiert, Euch meine Stimme und meine Vorleserey passt und Ihr ein wenig Geduld mitbringen könnt, denn insgesamt sind es dann knapp siebeneinhalb Stunden geworden. Das reicht schon für einen faulen Tag ;)

Noch ein paar Worte zur Vorleserey selbst: Das Konzept hat als kleinen, vielleicht übermäßig optimistischen Punkt, den ich gerne umgesetzt wüsste. Ich würde gerne Autorinnen und Autoren die Möglichkeit geben, ihre Werke in Teilen eingesprochen zu bekommen. Dabei sind natürlich Werke besonders zu bevorzugen, die im Eigenverlag oder noch gar nicht veröffentlicht wurden, jedenfalls keinen großen Verlag im Rücken haben. Als schönes Beispiel darf hier Alexas Black Sweet Stories angesehen werden, wo in Folge 10 das Buch “Der Engelseher” von Laura Flöter in Auszügen vorgelesen wird. Vorausgegangen war dieser Folge ein Interview mit der Autorin.

Das fand ich derart großartig, dass ich dieses Konzept gerne weiterleben lassen würde, auch wenn ich dafür selbst anpacken muss. Wer weiß, vielleicht passiert da sogar mal etwas :-)

Genug der Eigenwerbung. Ich mache mich jetzt auf die Suche nach weiterem vorzulesenden Material. Vermutlich wird es nun etwas kürzer, ich würde gerne intensiver, dafür kürzer arbeiten.

Für Vorschläge bin ich sehr offen, allerdings gibt es die logische Einschränkung, dass das vorzulesende Werk gemeinfrei sein muss, denn für Anwälte möchte ich nicht vorlesen…