Ja, ich schreibe viel zu wenig. Es ist ein Leid.
Das liegt aber auch daran, dass aktuell viel zu hören in meinem Podcatcher herumfliegt. Sehr viel, sehr gutes Zeug, wie ich feststellen muss.
Heute früh kommt etwas dazu, dass ich Euch mal dringend empfehlen muss. Drüben bei Utopia gibt’s nämlich etwas über Jules Vernes Reise nach dem Mittelpunkt der Erde!
Ich habe dieses Werk Vernes bereits in der Vorleserey vorgelesen und habe dabei feststellen dürfen, dass dahinter viel mehr als nur eine Geschichte steckt. Viel mehr als “nur” Science Fiction aus dem 19. Jahrhundert. Für mich steckt viel Geologie-Historie in diesem Roman, viele Gründe, sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Viele Gründe, mal den geschichtlichen Hintergrund der Geologie zu erforschen, die im 19. Jahrhundert stark an Fahrt aufnahm.
Stellt Euch vor: Die Plattentektonik ist erst seit knapp 50 Jahren wissenschaftlicher Alltag! Zu Zeiten Vernes war das alles mehr als nur unklar, da standen sich einige wissenschaftliche Lager relativ unversöhnlich gegenüber, was im Buch einigen Niederschlag findet.
Mich hat der Roman an vielen Stellen dazu gereizt, mal weiter zu erforschen, wie das alles nun wirklich stattfand, was der Stand der Wissenschaft 1870 war.
Nun haben Steffi und Stefan das Buch aufgeschlagen und wenden sich von einer anderen Seite dem Thema zu: Der Utopie.
Utopie? Was? Da drin? Natürlich! Dass ich selbst noch nicht drauf gekommen bin, liegt einzig an mir und meinen Scheuklappen. Schön, dass die beiden diese bei mir mal kräftig durchlüften und einen weiteren Blick auf das Werk Vernes werfen. Danke!
Und bevor ich jetzt noch weiter unnützen Mist schreibe, höre ich die Folge mal zu Ende und mache mir Gedanken, ob ich nach Verne nicht noch mal Verne vorlese. Aktuell steht da ja die Reise um die Erde in 80 Tagen auf dem Programm. Da gibt es noch so viel mehr…
Sehr experimentierfreudig ist sie geworden, diese dritte Folge von Utopia. Der Grund dafür ist vor allem das Buch, für das ich mich entschieden habe. In der Reise zum Mittelpunkt der Erde finden sich mehrere utopische Aspekte, die alle zusammen sehr interessant (auch für spätere Folgen) sind.
Einer der Aspekte, mit dem wir uns beschäftigen, bezieht sich selbstverständlich auf die Charakterisierung Jules Vernes als dem Vater der Science-Fiction-Literatur. Inwieweit gehört dieses Genre zu Utopien und was ist der Unterschied zwischen der Reise zum Mittelpunkt der Erde und einem Werk wie dem Neuromancer?
Unser zweiter Ansatzpunkt ist die Rolle der Wissenschaft, der Bildung und auch der Religion. Hier kommen wir unter anderem kurz auf Alexander von Humboldt zu sprechen, auf Nietzsche und Perry Rhodan.
Das Ergebnis unseres Gespräches ist ein Teppich, den wir hier für euch ausgebreitet haben und an den wir sehr bequem anknüpfen können.
Nach einem Exkurs in das goldene Zeitalter kommen wir zum eigentlichen Thema der Episode. Wir suchen ein utopisches Moment in der Ilias und werden mehr als fündig.
Willkommen beim Podcast-Experiment Utopia. Zusammen mit Stefan vom Spoileralert werde ich mir vorgedachte Orte ansehen. Dabei bewegen wir uns vor allem im Bereich der Literatur, kommen aber nicht ohne Philosophen aus.
Nicht chronologisch aber dennoch logisch zwingend beginnt der Utopia Podcast mit Thomas Morus. Schon allein deshalb, weil der Begriff Utopia von Morus erschaffen wird und sich nicht nur als Begriff schnell etabliert, sondern vielmehr als Idee bis heute wirksam ist.
Willkommen beim Podcast-Experiment Utopia. Zusammen mit Stefan vom Spoileralert werde ich mir vorgedachte Orte ansehen. Dabei bewegen wir uns vor allem im Bereich der Literatur, kommen aber nicht ohne Philosophen aus.
Nicht chronologisch aber dennoch logisch zwingend beginnt der Utopia Podcast mit Thomas Morus. Schon allein deshalb, weil der Begriff Utopia von Morus erschaffen wird und sich nicht nur als Begriff schnell etabliert, sondern vielmehr als Idee bis heute wirksam ist.
Man nehme eine Kelle Spoiler Alert, eine gute Portion Troja Alert und gebe beides in einen großen Topf Vorgedacht.
Heraus kommt bei dieser Mischung Utopia, das neue Podcastprojekt von Steffi und Stefan aus den oben angeführten Podcasts. Was hier namentlich so schön passt, fügt sich dann auch im Podcast bestens zusammen.
Um ehrlich zu sein, habe ich ja schon eine Weile gehofft, dass die beiden ihr Schaffen mal zusammenwerfen. Steffis viel zu kurzes Format zum Thema antiker Philosophen, das für den durchschnittlichen im Heute lebenden Menschen vielleicht doch etwas abstrakt sein mag, bekommt nun nicht nur etwas Länge und Ausführlichkeit hinzu, sondern wandert mit dieser Portion X-Alert auch in historische Regionen, die jedenfalls mir etwas näher ist.
Thomas Morus’ Utopia hatte ich das erste mal in der Hand, da war ich 15. Weshalb genau weiß ich nicht mehr. Ich hörten TSS, war mit der Welt unzufrieden und obwohl ich sie noch gar nicht kannte, hatte ich Lust sie zu verändern. Was daraus geworden ist, mag jemand anderes beurteilen, jedenfalls hatte ich dieses Buch, las es und war irgendwie verwirrter als vorher. Im Nachhinein verständlich. He! Ich war 15!
Was mich auch nachhaltig verstörte, war die Tatsache, dass Thomas Morus ein Heiliger der katholischen Kirche ist. Das kam für mich seinerzeit nicht recht zusammen und irgendwie hatte ich das Gefühl, Morus wäre das nicht recht, was die katholische Kirche da aus ihm gemacht hat.
Die Geschichte von Utopia jedoch war eine derjenigen, die ich vielleicht besser drei Jahre später gelesen hätte. So höre ich mir nun nach 25 Jahren die erste Folge dieses neuen Podcasts an und nach und nach lüftet sich dieser Nebel des Vergessenhabens und auch des Nichtverstehens ein wenig, denn genau dieses Utopia, diesen Roman, seine historische Einordnung und all das drin- und drumherum erzählen mir die beiden ins Ohr hinein. Ich glaube, ich werde das Buch noch einmal hervorsuchen müssen. Es sollt in irgendeinem der vielen Bücherkartons stecken, die noch in der Garage auf das Ausräumen warten…
Wer von Euch einen der drei oben genannten Podcasts hört, sollte hier blind abonnieren. Der Rest macht’s dennoch und bildet sich dann seine Meinung.
Und nun mache ich mich daran, mir mein nächstes Lieblingspodcasterpaar vorzustellen. Dann wird das ganz bestimmt was…
Willkommen beim Podcast-Experiment Utopia. Zusammen mit Stefan vom Spoileralert werde ich mir vorgedachte Orte ansehen. Dabei bewegen wir uns vor allem im Bereich der Literatur, kommen aber nicht ohne Philosophen aus. Nicht chronologisch aber dennoch logisch zwingend beginnt der Utopia Podcast mit Thomas Morus. Schon allein deshalb, weil der Begriff Utopia von Morus erschaffen wird [...]