Es gibt eine kleine, ungeschriebene, aber bisher nicht gebrochene Regel in der Hörsuppe.

Sie ist auf einem Solnhofener Plattenkalkstein eingeprägt, den Alois Senefelder mit eigenen Händen aus dem Steinbruch seinerzeit in die Redaktion der Hörsuppe brachte, um dort vor den Augen der Redaktion dieses Dokument für die Ewigkeit herzustellen. Auf ihm ist zu lesen:
Jeder Podcast, der in die Suppe kommt, muss mindestens einmal vollständig gehört werden
Das nun ist der Grund, weshalb es so verdammt lange gedauert hat, bis die drei Vogonen endlich die ihnen gebührende Aufmerksamkeit und Ehre erhalten in den ehrwürdigen Hallen der Hörsuppe.
Nunja, so ganz arg von der Wahrheit entfernt ist das alles nicht.
Vor schon fünf Tagen schlug also Folge 57 der Vogonen auf und ich habe mir jede frei verfügbare Minute geleistet, diese Folge durchzuhören. Das waren also ziemlich genau 300 Minuten und 33 Sekunden. Das erste Mal hatte ich das versucht bei Folge 54, die nicht weniger als acht Stunden, vier Minuten und fünfzehn Sekunden lang war. Srsly? Acht Stunden?
Meine Frage war natürlich: Was zum Henker bitte bringt man in acht Stunden unter? Der Blick in die Shownotes brachte keine wirkliche Aufklärung. Da stand zwar viel drin, aber irgendwie klang das nicht nach acht Stunden.
Ich werde mir an dieser Stelle sparen, die Shownotes zu rezitieren. Das Themenspektrum ist so breit wie die Sendung lang. Ob es nun ums iPad geht, um Yoga, Hausmeistertreffen (wtf?), Softwarebesprechungen, Interviews, aktuelle Politische Ereignisse: Es ist fast alles dabei, fehlen würde jetzt allenfalls noch eine Kochecke. Aber wer weiß, vielleicht hab ich die einfach übersehen ;-)
Es gibt eine Menge Fragen. Weshalb zum Beispiel sind die drei Vogonen vier? Götz (@10vorne), Friedrich (@pfitz), Wolfgang (@danta) und Mac (@macdatti)? Immerhin setzen die vier alle paar Wochen einen mehrstündigen Podcast zusammen, da wird doch irgendwem aufgefallen sein, dass sich da ein vierter Vogone eingeschlichen hat!
Und noch viel wichtiger: Warum zum Henker will man die drei Vogonen hören? Wegen des phänomenalen Intros, dass Götz jedesmal hinwirft, als würde er das bereits seit ca. 56 Folgen für viel Geld machen? Oder weil Chipsfuttergeknirsche und Chipstütengerassel die ganz besonders persönliche Atmo machen? Vielleicht, weil man mit den Vogonen im Podcatcher niemals in die Verlegenheit gerät, kein Hörmaterial zu haben?
Ich muss gestehen: Ich kann’s Euch nicht sagen!
Aber drehen wir den verdammten Spieß doch einfach einmal um. Sagt mir, weshalb man die drei Vogonen hören muss! Erzählt mir, was Ihr tut, während Ihr die Vogonen hört, denn schließlich wird keiner von Euch fünf Stunden lang am Tisch sitzen und in Andacht und Ehrfurcht erstarren, während die Folge läuft (oder doch?).
Während ich diese Zeilen schreibe, zeigt instacast an, dass die Folge 57 noch zehn Minuten Spielzeit hat. Ich fühle mich ein wenig wie dieser Typ, der mit einem anderen Typ auf einen ziemlich hohen Berg gestiegen ist. Glücklich, stolz und im das beste: Im Gegensatz zu den zwei Typen auf’m Berg habe ich keinen Rückweg vor mir \o/
Gefallen hat’s mir allemal sehr gut und Folge 58 werde ich mir auf jeden Fall anhören. Der Versuch, das Ganze ein zweites Mal zu schaffen ist reizvoll ;-)
Ihr schreibt mir in der Zwischenzeit, weshalb Ihr den vier Vogonen zuhört, ob Ihr alle Folgen bis zum Ende durchhört und was man während des Hörens so tun kann.