juristische Experimente und juristischer Funk

Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor;

Ich habe ziemlich gar nichts studiert. Jedenfalls nicht bis zu irgendeinem Abschluss. Dennoch bin ich jetzt klüger als wie zuvor, denn meine Aktion, aus dem Eintrag des Experimentefeeds ex³ des Herrn Richter den Eintrag für ohm zu machen, war nur in Teilen richtig. Vollständig richtig ist: ex³ lebt und hat Nachwuchs bekommen, den ich dann in einer nächstens durchzuführenden Aktion wieder umbenennen könnte ;-)

Klingt gefaselt, was? Darum geht’s: Marcus Richter, Herr einiger höchst elaborierter Podcasts (angespielt, der Weisheit, die Wahrheit, ohm, hab ich was vergessen?), hat sich mit Thomas Schwenke zusammengesetzt und mit ihm etwas begonnen, das ich mir seit gefühlten zwanzig Jahren wünsche: Einen Jurapodcast. Dass mir der Wunsch schon längst erfüllt wurde, steht auf einem anderen Blatt und wird unten angesprochen.

Eingefleischten Podcasthörern dürfte dieses Duo nun nicht ganz unbekannt sein. Sowohl bei trackback als auch bei angespielt war Thomas schon zu Gast im Interview und hat mit ihm vielfältige Themen aus der Juristerei besprochen. Dabei folgten die beiden mehr oder minder dem Schema “Experte erklärt einem neugierigen Laien, was Sache ist”. Das klappte gut im Radio, das war im Podcast gut und trägt damit auch locker in einem dedizierten Jurapodcast, schließlich ist das Prinzip in vielen anderen Podcasts erprobt und für gut befunden worden.

Folge 1 steckt zwar noch im Experimentierbaukasten, würde dann aber hoffentlich nach Folge zwei oder drei einen eigenen Feed bekommen. Ich finde das übrigens sehr scharmant, wie Marcus das mit dem ex³-Feed macht, aber das nur nebenher.

Für oben erwähnte alte Podcasthörerhasen ist der Inhalt der Folge eins vielleicht nicht so ganz neu. Die Schlangenkuchensau wurde bereits durch einige Podcasts und Radiosendungen getrieben, ob nun trackback, oder logbuch netzpolitik oder auch der Weisheit. Was natürlich nicht heißt, dass Ihr das nicht hören sollt, schließlich hat das Thema hier die ungestörte Aufmerksamkeit eines Juristen und der begabtesten Blutgrätsche im deutschen Sprachfunk.

Darauf, dass mein Wunsch nach einem solchen Podcast bereits seit über fünf Jahren erfüllt ist, musste mich der @niels_k aufmerksam machen. Da gibt es nämlich den Jurafunk, der sich dem Thema in etwas anderer, aber nicht minder interessanten Weise nähert.

Seit nunmehr 89 Folgen nehmen sich Stephan Dirks und Henry Krasemann aktueller Urteile meist deutscher Gerichte an und kommentieren diese in einer auch für Laien verständlichen Sprache. Dass dabei der Spaß nicht zu kurz kommen und Juristerei so arg trocken nicht sein muss, wenn man sich die Rosinen herauszupicken vermag, hört man den beiden in den Folgen, die ungefähr eine halbe Stunde dauern deutlich an.

Aktuell ist also Folge 89 vom 2. Dezember im Feed und bestätigt mir, dass ich das mit dem Schneeräumen vor und hinter meinem Haus (es ist zum Weinen!) bisher ganz gut gemacht habe.

Ich beantrage also hiermit eine Podcastfolgenveröffentlichungsdauergenehmigung nach §69 PgB1 und bitte die anwesende Jury, sich der zwei Podcasts anzunehmen. Bla.

3 Gedanken zu “juristische Experimente und juristischer Funk

  1. Das Problem ist, dass das nicht im Feed steht. Dorther kommt der Link zur Seite eines Podcasts. Jurafunk hat auch keine einzelnen Artikel für die Episoden, weshalb direkt zum mp3 gelingt wird im Feed. Ich schaue mal, ob ich da was biegen kann. Danke für den Hinweis, Andre :)