Strahlende Vergangenheit

Vor über einem halben Jahr begann die Kernschmelze in den Blöcken des AKW Fukushima. Vor über 25 Jahren geschah gleiches in Tschernobyl. Bis heute sind beide Ereignisse nicht Geschichte sondern Gegenwart und sie werden es auch noch für unsere Kinder sein.

Diese beiden Ereignisse menschlichen und technischen Versagens fanden ihre Besprechung in vielen Podcasts. Zuerst fällt mir da die dritte Folge der Elementarfragen ein. Dieses Interview ist ein beeindruckend niederschlagendes Zeugnis dafür, was wir nicht wissen:

Der Physiker Dr. Sebastian Pflugbeil berichtet in dieser Folge der Elementarfragen, als einer der wenigen Menschen, die den Sarkophag um den explodierten Reaktorblock von Tschernobyl von innen inspiziert haben, von seinen Erkenntnissen bezüglich des schweren Unfalls, der sich am 26. April 1986 in dem ukrainischen Kernkraftwerk ereignete.

Am 30. März 2011 veröffentlicht Nicolas in seinem Blog ein weiteres Interview mit Sebastian Pflugbeil, das vor ein paar Tagen als achte Folge der Elementarfragen nachträglich veröffentlicht wurde:

Er berichtet in dieser Folge von seinen Erkenntnissen bezüglich der Entwicklungen der nuklearen Katastrophe bis zum Zeitpunkt der Aufnahme.

Auch Frank und Fefe von alternativlos waren auf den Plan gerufen in Folge Nummer 14 vom 18. März 2011:

In der Sendung ging es um Atomreaktoren. Wir geben am Anfang eine Einführung in Kernenergie und erläutern grob die Funktionsweise eines Atomkraftwerkes, und führen dann ein Interview mit unserem Gast Michael Sailer über Fukushima, Reaktortypen und ihre Risiken und havarierende Reaktoren allgemein.

Omega Tau, der Cast, den ich sehr für seine leicht unterkühlte, aber äußerst sachliche Intonierung schätze, veröffentlichte am 24. März Folge 60, die sich weniger mit den Folgen Fukushimas auseinandersetzte, sondern seinen Schwerpunkt darauf legte, die Technik hinter dem Versagen zu erklären:

In dieser Episode unterhalte ich mich mit Prof. Dr. Ing. Eckart Laurien vom Institut für Kernenergetik und Energiesysteme der Universität Stuttgart über Kernspaltung…

Heute, am 4. Oktober 2011 hat das Deutschlandradio ein Radiofeature im Programm, dass sich mit Tschernobyl auseinandersetzt:

Für 550 Millionen Euro soll die Welt vor den Strahlen aus der Ruine des Kernkraftwerks Tschernobyl geschützt werden. Allein 42,4 Millionen Euro will Deutschland übernehmen.

Hier geht es mehr um die Frage, wer wieviel daran verdient, dass heute noch an dieser Ruine gearbeitet wird.

Diese Liste kann nur unvollständig sein und ich selbst habe das böse Gefühl, dass ich mehr als einen Cast vergessen habe, den ich persönlich gehört habe. Über sachdienliche Hinweise freut sich die Küchenredaktion sehr.